Presse

Die klar durch­struk­tu­rier­te Form bil­de­te immer wie­der im Wech­sel mit der End­los­schlei­fe tür­ki­scher und syri­schen Klän­ge ein küh­nes, kon­trast­rei­ches Mit­ein­an­der.
Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung, 06.06.2017


Mit aus­grei­fen­dem Vor- und Zwi­schen­spiel mit knur­ren­dem Cel­lo, Brat­schen­so­lo, vir­tuo­sen Vio­lin­pas­sa­gen, klas­sisch und manch­mal im Kaf­fee­haus­stil, beschert das Armi­nio Quar­tett ein nach­hal­ti­ges Hör­erleb­nis, (…).
Neue West­fä­li­sche, 18.06.2018


Dem Det­mol­der Ensem­ble gelang es die unter­schied­li­chen Emo­tio­nen der jewei­li­gen fik­ti­ven Absen­der zu trans­por­tie­ren. (…) Die Strei­cher wech­sel­ten flie­ßend vom Rhyt­mi­schen ins Melo­di­sche.
Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung, 17.06.2018


Das Armi­nio Quar­tett, (…) bril­lier­te im »Fan­ta­sy Quar­tet« von Ralph Vaug­han Wil­liams. Eine gesang­li­che Brat­sche eröff­ne­te das Werk, das sich als sehr klang­far­ben­reich erwies. Lieb­lich zar­te Pas­sa­gen wech­sel­ten in robus­ter osten­ta­ti­ver Moto­rik hin zum poly­pho­nen Cha­rak­ter und mün­de­ten tän­ze­risch in bur­les­ken Ein­la­gen.
Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung, 18.06.2018


Schwel­gend inter­pre­tier­ten die Preis­trä­ger des dies­jäh­ri­gen Auryn-Wett­be­wer­bes zwei Sät­ze des »Kom­pli­men­tier-Quar­tetts« (…) von Joseph Haydn. Das Armi­nio Quar­tett (…) spiel­te akzent­voll und gesang­lich.
Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung, 24.10.2018


Es war wun­der­bar, die viel gelieb­ten Klas­si­ker von Pink Floyds Rekord-Album (…) wie­der­zu­hö­ren. Noch dazu sin­fo­nisch beglei­tet, wozu sie sich her­vor­ra­gend eig­nen. Das live auf­spie­len­de Armi­nio Quar­tett und die Pia­nis­tin Dar­i­ya Mami­no­va unter­stri­chen das mit zurück­hal­ten­der, meis­ter­haf­ter Klas­se.
Neue West­fä­li­sche, 24.11.2018


Vor der Büh­ne haben fünf Musi­ker ihre Plät­ze ein­ge­nom­men. Die­se inter­pre­tie­ren die mit Sound­col­la­gen gespick­te Rock­mu­sik von Pink Floyd neu und über­tra­gen sie in Stü­cke für ein Kla­vier und ein Streich­quar­tett, was her­vor­ra­gend gelingt, denn sowohl die Schön­heit der Melo­di­en als auch die Expe­ri­men­tier­freu­de der Band blei­ben erhal­ten. Das Zusam­men­wir­ken von Musik, Text, dem Agie­ren der Schau­spie­ler sowie den Vide­os ver­schmilzt zu einem mehr­di­men­sio­na­len Sin­nes­ein­druck und ent­fal­tet eine reiz­vol­le sug­ges­ti­ve Wir­kung – ähn­lich einem Kalei­do­skop.
www.germandailynews.com, 24.11.2018


Bril­lant führ­te Johan­ne­ke Haver­ka­te (1. Vio­li­ne), eben­so meis­ter­haft spiel­te Julia Parusch (2. Vio­li­ne). An der Vio­la Frie­de­mann Jörns und Max Gun­der­mann am Vio­lon­cel­lo lie­fer­ten Bei­spie­le für eine per­fek­te Har­mo­nie des Quar­tetts, her­vor­ra­gend modul­liert von pia­no bis for­te.
Deis­ter- und Weser­zei­tung, 22.07.2019

Mit dem Namen wei­sen wir auf unse­re künst­le­ri­sche Hei­mat hin, das ist die Stadt Det­mold, der Ort, an wel­chem wir uns ken­nen­ge­lernt, unser Ensem­ble gegrün­det und der­zei­tig unse­ren Lebens­mit­tel­punkt haben.

Zum Wahr­zei­chen Det­molds wur­de schon bald nach sei­nem Bau das im August 1875 ein­ge­weih­te Her­manns­denk­mal für den in der Varus­schlacht im Jah­re 9 u. Z. sieg­rei­chen ger­ma­ni­schen Heer­füh­rer Armi­ni­us (deutsch. Her­mann, auch Her­mann der Che­rus­ker), errich­tet auf einer Berg­kup­pe bei Det­mold, in deren Nähe nach dama­li­ger Auf­fas­sung die Schlacht im Teu­to­bur­ger Wald statt­ge­fun­den hat­te.

Weiterlesen

Eine frü­he künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur des Che­rus­kers stellt bereits die Oper Armi­nio in drei Akten von Georg Fried­rich Hän­del (1685 – 1759) dar, kom­po­niert 1736. Das Libret­to basiert auf jenem von Anto­nio Sal­vis, ita­lie­ni­scher Libret­tist 1664 – 1724), das sei­ner­seits auf die fran­zö­si­sche Tra­gö­die Armi­ni­us von Jean-Gal­bert de Cam­pi­stron (1656 – 1723) aus dem Jah­re 1648 zurück­geht. Mit dem Libret­to von Anto­nio Sal­vis hat­te bereits Ales­san­dro Scar­lat­ti (1660 ‑1843) sei­ne Oper Armi­nio im Jah­re 1703 geschrie­ben, die bekann­tes­te Fas­sung wur­de jedoch die von Hän­del.

Vor allem die Her­manns­dra­men Fried­rich Gott­lieb Klopstocks (1724 – 1803) reg­ten im wei­te­ren Ver­lauf des 18. und zu Beginn des 19. Jahr­hun­derts zu wei­te­rer künst­le­ri­scher Beschäf­ti­gung mit dem The­ma Armi­ni­us an : Hein­rich von Kleist (1777 – 1811) schrieb 1808 sein Dra­ma Her­manns­schlacht, Fried­rich de la Mot­te-Fou­qué gleich­falls 1808 das Dra­ma Herr­mann.

Armi­ni­us wur­de auch als Ahn­herr der natio­na­len Bewe­gung von den Befrei­ungs­krie­gen bis zur Reichs­grün­dung 1871 gefei­ert, und der Gedan­ke eines Erin­ne­rungs­ma­les am ver­mu­te­ten Ort des Sie­ges des Her­mann oder Armi­ni­us im Teu­to­bur­ger Wald über die römi­schen Legio­nen unter dem Feld­herrn Varus kam auf. So schuf Karl Fried­rich Schin­kel (1781 – 1841) um 1814 – 1815 ohne erkenn­ba­ren kon­kre­ten Auf­trag den Ent­wurf zu einem Denk­mal für Her­mann den Che­rus­ker. Sicher aus dem Geist der Befrei­ungs­krie­ge 1813 – 1815 ent­stan­den, spie­gelt die­ser Ent­wurf jedoch eine roman­tisch-irrea­le Denk­mals­vor­stel­lung wider.

Rea­lis­ti­scher waren Ent­wür­fe des Archi­tek­ten, Bild­hau­ers und Malers Ernst von Ban­del (1800 – 1876) aus dem Jah­re 1819. Seit 1834 neh­men die Ent­wür­fe rea­le­re Vor­stel­lun­gen an, geför­dert durch all­ge­mei­ne Bestre­bun­gen zur Her­stel­lung der natio­na­len Ein­heit. 1838 ver­stär­ken sich die Aus­füh­rungs­ab­sich­ten. Karl Fried­rich Schin­kel reicht 1839 gemein­sam mit Chris­ti­an Dani­el Rauch einen Kon­kur­renz­ent­wurf ein, der aller­dings von den meis­ten geld­ge­ben­den Ver­ei­nen für den Bau eines Her­manns­denk­mals abge­lehnt wur­de.

1840 unter­stützt der Kron­prinz einen neu­en Ent­wurf Ban­dels, des­sen Aus­füh­rung dar­auf­hin beginnt und, mit Unter­bre­chung von 1848 bis 1862, 1875 been­det ist.